Sommertreffen der GDT-Regionalgruppe 2011 – oder sieben auf einen Streich waren nicht genug

Laut Chinesischem Kalender ist das Jahr 2011 das Jahr des Hasen. In im Gedächtnis der Naturfotografen in Mecklenburg-Vorpommerns wird es als das Jahr der Mücke in Erinnerung bleiben. Aber alles der Reihe nach…

Irgendwie war der Sommer in diesem Jahr nicht so richtig da. Er schien überall gewesen zu sein, nur nicht hier. Woche für Woche zog ins Land und Regen, Kälte und Sturm darüber hinweg. Ein Blick auf dem Kalender zeigte sein nahes Ende an und die Hoffnung auf Sonne und Wärme sank. Der Termin für das jährliche Sommertreffen der Mitglieder der GDT-Regionalgruppe IX Mecklenburg-Vorpommern Ende August rückte näher und die Sorgenfalten auf der Stirn unseres Gastgebers wurden beim Blick auf die Wetterprognosen tiefer. Der Himmel wechselte von Dunkel- auf Hell- und Mittelgrau. Es war mit allem zu rechnen nur nicht mit Sonnenschein… Die lange Kaffeetafel auf der grünen Wiese der vergangenen Jahre wurde in diesem Sommer zur Kaffeerunde unterm Garagendach.

Knapp 20 Fotofreunde waren der Einladung ins kleine vorpommersche Dörfchen Horst gefolgt. Ein Sektkorken knalle gleich zu Beginn und Christoph Völzer wurde mit viel Applaus als frischgebackenes Vollmitglied in den Reihen der GDT begrüßt. Leckere selbstgebackene Kuchen in zahlreichen Variationen standen auf dem Tisch. Der Kaffee war heiß und stark.
Ein paar gemütlichen Stunden stand nichts im Wege. Wenn da nicht die Mücken gewesen wären… Ein permanentes aufdringliches Summen im Ohr, ein heftiges Wedeln und Schlagen. Das tapfere Schneiderlein aus den grimmschen Märchen hätte seine wahre Freude gehabt und die siebener Strecke glatt getoppt. So wurden die Hälse langsam kürzer, die Hosenbeine proportional und wadenbedeckend länger, die Pullover dicker und irgendwann griff auch der Letzte in der Hoffnung auf ein paar stichfreie Minuten entnervt zum Autan. Aber auch Mücken sind auch ein guter Einstieg für ausgedehnte Berichte von Reisen und großen (Foto-)Abenteuern. Und so verging der Nachmittag mit Gesprächen, technischer Fachsimpelei und der obligatorischen Gartenrunde mit dem Hausherren wie im Fluge.


Holzkohle setzte erste Rauchzeichen und der Grill wurde nicht in seiner Funktion als lecker Würstchenspender, sondern als mückenfreie Zone dicht umlagert.
Genauso umlagert war dann auch Detlef Sechting der eine Auswahl sehr schöner Tierporträts als feine Prints aus seiner Bildermappe zauberte und damit den nächsten Gesprächseinstieg über Lichtführung, Komposition, Arbeiten unter kontrollierten Bedingungen und das weite Feld des Printens überhaupt bot...
Der laue Spätsommerabend mit Froschkonzert zur Dämmerstunde fiel wegen trüben Wetters aus und so wurde im Häuschen der Familie Wölfel zur Bilderschau auf dem langen Sofa dicht zusammengerückt. Mario Müller, Volker Bohlmann mit seinem Sohn Leon und Sandra Bartocha nahmen die Gäste per Beamer mit auf eine kleine virtuelle Reise, präsentierten eine schöne Auswahl an Naturbildern und ließen uns an ihren Erlebnissen in Nah & Fern teilhaben. Die Zeit verging viel zu schnell und es war längst noch nicht alles gesagt, erzählt und diskutiert als sich alle wieder auf den Heimweg machten.

Vielen Dank an Lothar Wölfel und seine Frau, die auch in diesem Jahr ihr Gartentor wieder für uns geöffnet haben. Ein herzlicher Dank an Alle, die mit guter Laune, kurzweiligen Gesprächen, leckeren Gaben und helfender Hand die Stunden wie im Fluge vergehen ließen.

Claudia Müller